‚Black Hole‘ Chocolate Cheesecake

#2 . ‚Black Hole‘ Chocolate Cheesecake (Cheesecakes)

Neben dem Victoria Sandwich habe ich mir für den Anfang noch dieses Rezept rausgesucht. Dadurch, dass die Seite ziemlich knapp bis zum Schluss bedruckt war, dachte ich eigentlich, dass der ‚Black Hole‘ Chocolate Cheesecake verdammt schwierig werden würde. War er aber gar nicht.

Der Kuchen besteht aus dem Boden und der Füllung. Die Füllung besteht hier aus Kekskrümeln (ich habe Butterkekse verwendet), flüssiger Schokolade und Butter. Da kommt dann eine Füllung rein, in welcher hauptsächlich ungesunde, fettige Milchprodukte wie Mascarpone, Philadelphia und Sahne stecken. Dann wird das alles für 40 Minuten gebacken, anschließend soll der Kuchen aber noch zwei Stunden im ausgeschalteten Backofen ruhen, danach noch mindestens sechs Stunden im Kühlschrank. Wenn der Kuchen dann auch noch direkt aus dem Kühlschrank serviert wird, dann bekommt man hier etwas, was man kaum in Worte fassen kann. Der Kuchen ist zwar, dank der erwähnten Milchprodukte, total mächtig, aber irgendwie hat man das Bedürfnis, sich trotzdem noch ein Stück reinzuschaufeln. Zumindest ging es mir so.

Die Konsistenz der Füllung ist allerdings überhaupt nicht mit der eines „deutschen Käsekuchens“ zu vergleichen, aber das liegt hier wahrscheinlich auch wieder an dem ganzen ungesunden Zeug, was da drin steckt.

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Victoria Sandwich

#1 – Victoria Sandwich (Classics)

Das Victoria Sandwich war eigentlich ziemlich einfach. Beim Backen hatte ich aber trotzdem zwei Probleme.

Einmal hatte ich nur eine Backform in der benötigten Größe, deshalb musste ich eben erst warten bis die erste Hälfte fertig gebacken wurde. Ich weiß nicht ob es daran lag, aber die beiden Hälften sahen im Endeffekt sehr unterschiedlich aus. Die erste Hälfte ist noch ziemlich dünn und gleichmäßig, während die zweite in der Mitte stark nach oben gewölbt ist, wie man auf einem der unteren Bilder auch sehen kann.

Das zweite Problem war, dass der Teig sehr empfindlich ist, deshalb ist mir die obere Hälfte natürlich durchgebrochen, als ich sie vorsichtig auf die Sahneschicht legen wollte, was ich mit einem Haufen Puderzucker abdecken musste.

Jedenfalls kommt auf die untere Seite erst mal eine Schicht Marmelade drauf, dann eine Schicht Sahne, und dann eben der Deckel. Das sieht man hier noch mal ganz gut:

Ich bin aber relativ zufrieden, muss ich sagen. Der Teig ist sogar ohne Marmelade und Sahne ziemlich saftig, ich würde das nächste Mal nur eine größere Menge davon nehmen, da die beiden Hälften ziemlich nah aufeinander liegen. Es würde eben schöner aussehen, wenn man die Füllung auch richtig sehen würde.

Aber das Victoria Sandwich ist sehr schnell und einfach zuzubereiten, man braucht auch keine besonderen Zutaten, das hat man meistens direkt in der Küche. Das Stück, das man hier unten rechts sieht, ist aber auch wirklich eins der schlimmsten. Die anderen sind sogar relativ ansehnlich.

Herzlich willkommen

Vor wenigen Tagen habe ich in Köln die Gamescom besucht. Als ich in der Innenstadt unterwegs war, habe ich einen kleinen Laden, „The English Shop“ gesehen, in dem es haufenweise überteuerte Lebensmittel aus dem vereinigten Königreich zu kaufen gab. Natürlich hab ich einige Sachen kaufen müssen. Als ich dann an der Kasse stand, ist mir ein Backbuch aufgefallen, das den Namen Saved by Cake trägt. Die Aufmachung hat mir sehr gut gefallen, vor allem die ganzen bunten Backwaren auf dem Cover. Genauer durchgelesen habe ich es mir allerdings nicht.

Als ich dann zurück im Hotel war, hab ich mit meinem Smartphone aber doch noch mal recherchiert und habe herausgefunden, dass das Buch von einer britischen Bestseller-Autorin von Frauenromanen verfasst wurde, die einen Nervenzusammenbruch und eine daraus resultierende Depression erlitten hat: Marian Keyes. Marian hat viele Dinge ausprobiert, um von ihrer Depression wegzukommen, aber im Endeffekt half ihr nichts davon. Sie hatte wohl auch schon Suizidgedanken, da ihr die Situation so ausweglos erschien. Aber dann fing sie an zu backen. Und das tat sie, bis es ihr wieder gut ging.

Ich glaube zwar nicht, dass das Backen allein alle Probleme löst, aber ich bin mir sicher, dass man sich besser fühlt. Sie hat auch geeschrieben, dass sie den Tag so endlich wieder erträglich rumbekommen hat und ihrem Leben einen neuen Inhalt verpasst hat. Das ist momentan nämlich auch mein Problem.

Das fand ich jedenfalls interessant, also hab ich mir das Buch gleich mal bestellt. Kurz nachdem ich die Bestellung abgeschickt habe, kam mir auch ein interessanter Gedanke. Ich muss sagen, ich liebe den Film Julie & Julia, mit Meryl Streep und Amy Adams. Darin wird einmal die Geschichte erzählt, wie die berühmte Köchin Julia Childs es schaffte zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten im Bereich des Kochens heranzuwachsen, gleichzeitig sieht man aber auch wie Julie Powell, eine einfach Zeitarbeitskraft, die Idee hat alle Rezepte, die Julia Childs in ihrem unfassbaren dicken Kochbuch veröffentlicht hat, innerhalb eines Jahres nachzukochen und die Ergebnisse in ihrem Blog zu präsentieren. Die Idee fand ich damals schon gut, aber ich hatte, im Gegensatz zu Julie Powell, keine Buchvorlage, die mich ausreichend begeistert hätte. Das hat sich ja nun geändert.

Ich werde zu jedem Rezept ein Foto meines Ergebnisses posten, dazu noch ein paar besondere Bemerkungen, wie etwaige Schwierigkeiten, oder Alternativen zu den im Buch beschriebenen Zutaten. Allerdings werde ich keine kompletten Rezepte hinschreiben, schon allein weil ich finde, dass sich das Buch bei Interesse wirklich lohnt, nicht nur wegen den Rezepten selbst, sondern auch wegen den kleinen Anekdoten, die einen immer wieder zum lächeln bringen.

Dann werde ich mich mal in meine Schürze schmeißen und den Backofen vorheizen. Denn nun, meine lieben zahlreichen Leser, wird ein bisschen Glück gebacken.