Herzlich willkommen

Vor wenigen Tagen habe ich in Köln die Gamescom besucht. Als ich in der Innenstadt unterwegs war, habe ich einen kleinen Laden, „The English Shop“ gesehen, in dem es haufenweise überteuerte Lebensmittel aus dem vereinigten Königreich zu kaufen gab. Natürlich hab ich einige Sachen kaufen müssen. Als ich dann an der Kasse stand, ist mir ein Backbuch aufgefallen, das den Namen Saved by Cake trägt. Die Aufmachung hat mir sehr gut gefallen, vor allem die ganzen bunten Backwaren auf dem Cover. Genauer durchgelesen habe ich es mir allerdings nicht.

Als ich dann zurück im Hotel war, hab ich mit meinem Smartphone aber doch noch mal recherchiert und habe herausgefunden, dass das Buch von einer britischen Bestseller-Autorin von Frauenromanen verfasst wurde, die einen Nervenzusammenbruch und eine daraus resultierende Depression erlitten hat: Marian Keyes. Marian hat viele Dinge ausprobiert, um von ihrer Depression wegzukommen, aber im Endeffekt half ihr nichts davon. Sie hatte wohl auch schon Suizidgedanken, da ihr die Situation so ausweglos erschien. Aber dann fing sie an zu backen. Und das tat sie, bis es ihr wieder gut ging.

Ich glaube zwar nicht, dass das Backen allein alle Probleme löst, aber ich bin mir sicher, dass man sich besser fühlt. Sie hat auch geeschrieben, dass sie den Tag so endlich wieder erträglich rumbekommen hat und ihrem Leben einen neuen Inhalt verpasst hat. Das ist momentan nämlich auch mein Problem.

Das fand ich jedenfalls interessant, also hab ich mir das Buch gleich mal bestellt. Kurz nachdem ich die Bestellung abgeschickt habe, kam mir auch ein interessanter Gedanke. Ich muss sagen, ich liebe den Film Julie & Julia, mit Meryl Streep und Amy Adams. Darin wird einmal die Geschichte erzählt, wie die berühmte Köchin Julia Childs es schaffte zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten im Bereich des Kochens heranzuwachsen, gleichzeitig sieht man aber auch wie Julie Powell, eine einfach Zeitarbeitskraft, die Idee hat alle Rezepte, die Julia Childs in ihrem unfassbaren dicken Kochbuch veröffentlicht hat, innerhalb eines Jahres nachzukochen und die Ergebnisse in ihrem Blog zu präsentieren. Die Idee fand ich damals schon gut, aber ich hatte, im Gegensatz zu Julie Powell, keine Buchvorlage, die mich ausreichend begeistert hätte. Das hat sich ja nun geändert.

Ich werde zu jedem Rezept ein Foto meines Ergebnisses posten, dazu noch ein paar besondere Bemerkungen, wie etwaige Schwierigkeiten, oder Alternativen zu den im Buch beschriebenen Zutaten. Allerdings werde ich keine kompletten Rezepte hinschreiben, schon allein weil ich finde, dass sich das Buch bei Interesse wirklich lohnt, nicht nur wegen den Rezepten selbst, sondern auch wegen den kleinen Anekdoten, die einen immer wieder zum lächeln bringen.

Dann werde ich mich mal in meine Schürze schmeißen und den Backofen vorheizen. Denn nun, meine lieben zahlreichen Leser, wird ein bisschen Glück gebacken.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s